
Das Autojahr 2009 im Freistaat Bayern

- Klaus Dieter Breitschwert
Statement Klaus Dieter Breitschwert, MdL
Präsident und Landesinnungsmeister Kraftfahrzeuggewerbe Bayern
Das zurückliegende Autojahr war geprägt durch die Abwrackprämie, die dem Kraftfahrzeuggewerbe deutliche Impulse gegeben hat. Ich darf erinnern, die Abwrackprämie war eine Maßnahme im Rahmen des Konjunkturprogramms II mit dem Ziel eines schnell wirkenden Marktimpulses in einer krisenhaften Situation. Der Ansatz: Stabilität durch Stützung des Rückgrats der deutschen Wirtschaft, dem Automobilsektor, zu erreichen, wurde klar erfüllt. Aber auch die ökologische Komponente, die – das will ich offen zugeben – vielleicht noch besser hätte sein können, kann sich sehen lassen.
Die alten, abgewrackten Pkw weisen ein Durchschnittsalter von 14,4 Jahren auf. Die Luftschadstoffemissionen der Neufahrzeuge fallen im Durchschnitt um 74 bis 99 Prozent geringer aus als diejenigen der ersetzten Altfahrzeuge. Der Kraftstoffverbrauch und die CO2-Emissionen der neuen Pkw liegen durchschnittlich um rund 20 Prozent niedriger als bei den ersetzten Pkw. Im Vergleich zum Pkw-Bestand vor der Abwrackprämie sind sie um rund 1 l/100 km verbrauchsgünstiger. Auch wenn die Klimaziele der Bundesregierung ehrgeizig sind, so ist der Weg zu einem Ziel immer der erste Schritt. Diesen, so meine ich, sind wir mir der Abwrackprämie durchaus gegangen.
Der Automarkt Bayern
Das Kraftfahrzeuggewerbe Bayern hat mit 2009 zwar ein wirtschaftlich erfolgreiches, aber uneinheitliches Autojahr hinter sich: Im Vergleich zu 2008 konnte unsere Branche im vergangenen Jahr im Freistaat bei der Umsatzentwicklung mit 19,63 Mrd. Euro ein leichtes Plus von 0,9 Prozent erwirtschaften.
Neuwagenbereich
Der PKW-Neuwagenbereich hatte dabei mit einer Umsatzsteigerung um 8,45 Prozent auf nun 8,7 Mrd. Euro den größten Anteil an dieser Entwicklung.
Insgesamt sind in Bayern in 2009 789.498 Pkw, Lkw und Zugmaschinen neu zugelassen worden (Vorjahr: 703.205), wovon auf den Pkw-Bereich 706.095 Einheiten entfallen (Vorjahr: 598.882). Hier sorgte natürlich vor allem die Abwrackprämie für den Zuwachs von fast 18 Prozent bei den Pkws.
Betrachtet man die Zulassungszahlen nach regionalen Aspekten, wird die Uneinheitlichkeit des vergangenen Jahres deutlich. Gerade die Händler mit Premiumfabrikaten hatten teils enorme Rückgänge bei den Fahrzeugverkäufen zu verzeichnen. Dabei findet sich die größte Konzentration dieser Marken in Oberbayern. Im Vergleich zum starken Zulassungswachstum in den anderen bayerischen Regierungsbezirken gab es deshalb in Oberbayern einen Rückgang um 2,64 Prozent.
Dramatisch war dazu der Einbruch im Lkw-Neuwagenhandel: Hier haben unsere Betriebe als Folge der Wirtschaftkrise einen Rückgang bei den Umsatzerlösen um 40,6 Prozent (!) auf nun noch knapp 640 Mio. Euro hinnehmen müssen. Wenn man dabei noch beachtet, dass bei den verkauften LKW der Rückgang nur 30 Prozent auf nun 32.701 Einheiten betrug, wird deutlich, das viele Verkäufe nur zu Lasten des Ertrags möglich waren.
Gebrauchtwagenmarkt
Im Gebrauchtwagenwagenmarkt konnte im markengebundenen Handel eine Steigerung der Umsätze in Höhe von 2,7 Prozent erzielt werden, während diese im freien Gebrauchtwagenhandel um 6,2 Prozent zurück gingen. Im ersten Fall profitierte der markengebundene Handel von der Einbindung der jungen Gebrauchten in die Abwrackprämie. Auf der anderen Seite sank die Nachfrage im Gebrauchtwagenhandel und hier besonders im Segment drei
(8 – 10 Jahre), welches insbesondere im dortigen Gebrauchtwagenhandel anzutreffen ist.
Die Besitzumschreibungen 2009 - insgesamt in allen Fahrzeugbereichen - sanken um 0,7 Prozent auf 1.118.142 in Bayern (Vorjahr: 1.126.003). Im Bereich Pkw fielen die Zahlen von 977.969 auf 962.464 Fahrzeuge 2009.
Prognose Handel 2010
Durch die Abwrackprämie waren die privaten Käufer die Stütze des Kfz-Handels im vergangenen Jahr. Zwei von drei Fahrzeugen gingen an Privatkäufer. In den Vorjahren war das Verhältnis zu den gewerblichen Käufern genau umgekehrt. Wichtig für die Zukunft wird sein, dass bei einer sich erholenden Wirtschaft die gewerbliche Nachfrage wieder steigen wird, was wir durchaus optimistisch sehen. Viele Ersatzinvestitionen wurden zwar aufgeschoben, werden jetzt aber in den Folgejahren getätigt.
Das Kraftfahrzeuggewerbe Bayern erwartet 2010 im Freistaat bei Pkws 580.000 Neuzulassungen. Dieses ist im Vergleich zum außerordentlichen Vorjahr natürlich ein deutliches Minus. Wir bewegen uns damit aber nur etwas unter „normal“, was wir in Bayern bei ca. 600.000 Neuzulassungen jährlich sehen. Der Gebrauchtwagenmarkt wird eine leichte Belebung in Absatz und Umsatz erfahren.
Das Kraftfahrzeuggewerbe benötigt aber in Zukunft, auch zu den Herstellern, verbesserte Rahmenbedingungen, um weiterhin ein stabiler mittelständischer Rückhalt in der Wirtschaft sein zu können.
Gruppenfreistellungsverordnung (GVO) & Insolvenzschutz
Mit dem Auslaufen der Kfz-GVO werden in Deutschland bei Kündigungsfristen für Händlerverträge die Vorschriften des Handelsgesetzbuches gelten, die eine Mindestkündigungsfrist von nur sechs Monaten vorsehen. Das Verhältnis Handel – Hersteller verschiebt sich damit noch mehr zu Lasten der Händler. Nur auf dem Papier sind beide Partner gleichgewichtig. Händlerverträge geben sogenannte Standards vor, die der Händler auf seine Kosten erfüllen muss. Von der Erfüllung dieser Standards können die Vergabe des Vertrags an sich oder einzelne Vergütungsbestandteile abhängen, etwa ob Corporate-Identity-Vorgaben exakt angewendet wurden.
Die Finanzierung und das Risiko der Amortisation von solchen Investitionen trägt alleine der Händler. Dies ist sicher keine gerechte Risikoverteilung.
Die Lösung liegt in einem Investitionsschutz, wie ihn Österreich in seinem Handelgesetzbuch schon 2003 verankert hat: Ein Händler, der zu Investitionen verpflichtet wurde, die bei Vertragsbeendigung weder amortisiert noch angemessen verwertbar sind, hat gegenüber seinem Vertragspartner einen Anspruch auf Ersatz dieser Investitionen.
Das wären Rahmenbedingungen, die dem Kfz-Gewerbe eine gute und vor allem faire Zukunft geben könnte, gerade deshalb, weil die geforderten Millioneninvestionen eben nicht bei einer 6-monatigen Kündigungsfrist zu verantworten sind.
Kfz-Zulassung im Autohaus
Die Anforderungen an den Kfz-Handel werden aus Kundensicht immer höher. Wir nehmen diese Herausforderung an und werden daher unseren Service immer weiter verbessern. Ich nenne hier beispielhaft unsere langjährigen Bemühungen um die Kfz-Zulassung im Autohaus. Leider müssen wir hier viele kleine Schritte gehen, um an das große Ziel zu gelangen. Ein angestrebter Zwischenschritt wäre hier das Kurzzeitkennzeichen als eine einfach zu realisierende Lösung, wie sie unser Bundesverband und die Versicherungswirtschaft mit dem Bundesverkehrsministerium diskutieren. Unser Wunsch bleibt jedoch, dem Kunden die Möglichkeit zu geben, vom Hof des Händlers mit dem vollständig zugelassen Fahrzeug zu fahren.
Insgesamt sind wir zuversichtlich, dass das Projekt weiter voran kommt, zumal sich die Bundesregierung ausdrücklich für eine Vereinfachung der Verwaltungsvorschriften und stärkere Abwicklung von staatlichen Verwaltungsakten und Dienstleistungen mit elektronischen Mitteln – Stichwort „e-goverment“ – ausgesprochen hat. Das Kraftfahrzeuggewerbe steht bereit, die hierfür notwendige Infrastruktur zu schaffen.
Einführung von Wechselkennzeichen
Eine weitere wichtige Forderung in diesem Bereich ist der Wunsch nach Wechselkennzeichen, wie sie unsere Nachbarländer Österreich und Schweiz bereits erfolgreich praktizieren: Wechselkennzeichen für mehrere Fahrzeuge in einem Haushalt würden die Menschen steuerlich und bürokratisch entlasten, sowie positive Umwelteffekte haben.
Hier zeigte Bundesverkehrsminister Ramsauer auf unserem jährlichen Automobilempfang Anfang Februar durchaus Bereitschaft zum schnellen Handeln. Dabei sind alle Fahrzeuge mit einzubinden. Die Einführung von Wechselkennzeichen nur für Kombinationen von Fahrzeugen mit klassischem Verbrennungsmotor und einem Elektrofahrzeug sind nur begrenzt zielführend. Umweltpolitisch ist es auch sinnvoll, zum Beispiel für den Stadtverkehr statt eines Ferraris einen Polo zu nutzen.
Beratungsservice vor Ort – Kauf im Internet
Lassen Sie mich zum Thema Service im Autohaus abschließend noch eine Anmerkung machen: Ich habe erwähnt, dass wir uns um unsere Kunden intensiv bemühen. Neben der Beratung bieten unsere Autohäuser selbstverständlich auch Probefahrten mit den Wunschfahrzeugen der interessierten Kunden an. Wir müssen aber wahrnehmen, dass der Kunde verstärkt diese Beratungs- und Serviceleistungen in Anspruch nimmt, der Kauf der Fahrzeuge dann über den unpersönlichen Handel im Internet erfolgt. Und nicht selten erwartet man dann von dem Autohaus vor Ort Hilfe, wenn solche Käufe nicht zur Zufriedenheit ausgefallen sind. Dies hat für unsere Betriebe natürlich Folgen, die wir für die Zukunft genau beobachten müssen. Diese vom Autohaus erbrachten Serviceleistungen lösen Kosten aus, die durch den Verkauf unserer Fahrzeuge gedeckt werden müssen. Die bisher selbstverständlichen Serviceleistungen der Autohäuser vor Ort könnten dann in letzter Konsequenz nicht mehr kostenfrei angeboten werden.
Das Service- und Werkstattgeschäft in Bayern
Im Service- und Werkstattgeschäft müssen wir 2009 einen Umsatzrückgang um 2,4 Prozent auf nun 4,1 Mrd. Euro verzeichnen.
Das Geschäft wird schwieriger, weil die Autofahrer, und hier insbesondere die privaten Halter, immer häufiger an der Wartung ihrer Fahrzeuge sparen. Dies wird am Beispiel der Mängelstatistik der Hauptuntersuchung oder auch beim Lichttest deutlich:
HU-Mängelstatistik
Der Zustand der Autos in Deutschland hat sich verschlechtert: Die Quote der Fahrzeuge, die wegen erheblicher Mängel die Hauptuntersuchung (HU) nicht bestanden haben, ist nach Angaben des TÜVs um einen Prozentpunkt auf 17,6 Prozent angestiegen. Bei den fünfjährigen Fahrzeugen wiesen 9,9 Prozent, bei den Siebenjährigen 14,7 Prozent und bei den Neunjährigen bereits 19,2 Prozent der Fahrzeuge erhebliche Mängel auf. Mit 24,1 Prozent bekam rund ein Viertel aller elfjährigen Fahrzeuge wegen erheblicher Mängel die HU - Plakette erst nach einem Besuch in der Werkstatt.
Insbesondere bei älteren Fahrzeugen machten sich Mängel an der Fußbremse, an Bremsleitungen und Schläuchen, an der Auspuffanlage und an den Achsen bemerkbar.
Weiter stellt der TÜV-Report 2010 fest: Gerade in Zeiten einer Wirtschaftskrise werden häufig notwendige Reparaturen aufgeschoben. Hochgerechnet auf den Gesamtbestand an Pkw bedeutet das Ergebnis des TÜV-Reports 2010, dass rund 9 Millionen Fahrzeuge mit erheblichen technischen Mängeln auf den Straßen unterwegs sind. Dabei gilt noch zu unterstreichen, dass die Hauptuntersuchung nur die Verkehrssicherheit im Zeitpunkt der Untersuchung feststellt. Kurz vor dem Verschleiß stehende Bremsen können damit noch ausreichend sein um die Hauptuntersuchung zu bestehen. Nach 6 Monaten aber möglicherweise nicht mehr. Der TÜV stellt abschließend fest: „Wer regelmäßig sein Fahrzeug von einer qualifizierten Fachwerkstatt warten lässt, leistet einen wichtigen Beitrag zur Sicherheit im Straßenverkehr.“
Abzugsfähigkeit der Lohnleistungen von der Einkommensteuer
Hier sehen wir einen gesetzgeberischen Handlungsbedarf für die Abzugsfähigkeit von Lohnleistungen bei Kfz-Wartungen und -Reparaturen von der Einkommensteuer. Als Vorbild sehen wir die steuerliche Abzugsfähigkeit von Instandhaltungsarbeiten an Gebäuden im Einkommensteuerrecht (§ 35a EStG). Hier hat sich bereits ein hoher haushaltspolitischer Selbstfinanzierungseffekt gezeigt, da auch viele Arbeiten aus der Schwarzarbeit herausgenommen werden. Diese Investition in Verkehrssicherheit hat aus Sicht des Bayerischen Kraftfahrzeuggewerbes einen mindestens ebensolchen Stellenwert, wie Übernachtungskosten für Urlauber in Deutschland durch eine abgesenkte Mehrwertsteuer zu fördern.
Lichttest
Auch die Bilanz des Licht-Tests 2009 fällt ernüchternd aus: Bei der Verkehrssicherheitsaktion im Herbst des letzten Jahres wurden in Bayern 51.697 Pkws überprüft. Die Mängelquote ist dabei mit 38 Prozent erneut gestiegen. Die Ursache der hohen Mängelquote sehen wir – ähnlich der Mängel bei der HU – im offensichtlichen Rotstift bei Service und Wartung.
Werkstattauslastung / Stundenverrechnungssätze
Die Kundenzurückhaltung blieb im Service- und Werkstattgeschäft 2009 nicht ohne Folgen. Dieser veränderte Markt zeigt sich auch in den durchschnittlichen Stundenverrechnungssätzen (incl. Umsatzsteuer und in Euro) im Freistaat. Als Ergebnis bleibt festzustellen, dass die durchschnittlichen Stundenverrechnungssätze im Vergleich zum Vorjahr stagnierten. Jedoch gab es bei der Durchschnittsbildung gegenläufige Entwicklungen. So ist ein deutlicher Anstieg der sich am unteren Rand befindlichen Stundenverrechnungssätze festzustellen. Diese Entwicklung ist grundsätzlich begrüßenswert, da Stundenverrechnungssätze von unter 50 Euro unter Berücksichtigung aller anfallenden - auch kalkulatorischen - Kosten und angemessenen Gewinnergebnisse selten realistisch sind. Auf der anderen Seite gab es bei den Stundenverrechnungssätzen am oberen Rand eine Absenkung. Die Betriebe reagierten damit auf eine erkennbare Entwicklung einer rückläufigen Auslastung, die Folge der Wirtschaftskrise im Jahr 2009 war.
Dieselpartikelfilter-Nachrüstung
Als richtigen Schritt für die Betriebe des Kraftfahrzeuggewerbes aber auch den Umweltschutz sehen wir im Servicebereich die Entscheidung der Bundesregierung, die Nachrüstung von Pkw-Dieselpartikelfiltern auch 2010 zu fördern und die Förderung darüber hinaus auf leichte Nutzfahrzeuge auszudehnen. Damit wird vielen Handwerksbetrieben die Chance gegeben, ihre Servicefahrzeuge fit zu machen für die Einfahrt in Umweltzonen, deren Zufahrtsbestimmungen 2010 verschärft werden sollen.
Die Regelung wird mit dem Haushaltsgesetz wohl im April im Bundestag verabschiedet.
AU/HU weiter in unseren Werkstätten
Durch die Integration der Abgasuntersuchung (AU) in die Hauptuntersuchung (HU) zum 1. Januar ist es manchmal zu Verunsicherungen bei den Autofahrerinnen und Autofahrern gekommen, wo die notwendigen Untersuchungsmaßnahmen durchgeführt werden. Ich möchte deshalb noch einmal unterstreichen, dass die Abgasuntersuchung weiterhin bei unseren anerkannten Werkstätten durchgeführt werden kann. Es hat sich gezeigt, dass der Service für unsere Kunden, die Hauptuntersuchung durch Prüfingenieure in der Werkstatt vorzunehmen, häufig einen zweiten Termin erspart.
Es bleibt also dabei: Unsere Kfz-Betriebe bieten zusammen mit den Überwachungsorganisationen einen Rundum-Service zum Thema AU und HU vor Ort in Ihrer Werkstatt an!
Mitarbeiterentwicklung im Kraftfahrzeuggewerbe Bayern
Erfreulich ist angesichts der wirtschaftlichen Situation die Entwicklung der Arbeitsplätze in Bayern in der Kfz-Branche. Die Arbeitsplätze bei den noch überwiegend inhabergeführten Familienbetrieben zeigen sich als stabil. Ein jahrelang ausgebildeter Mitarbeiter der die Prozesse des Autohauses kennt, ist ein Kapital, von dem man sich nicht leichtfertig trennt. Darin zeigt sich auch gelebte Solidarität, die jedoch angesichts der Finanzkrise und den Folgen für unsere Branche immer schwieriger wird.
Zum 30. Juni 2009 waren im Kraftfahrzeuggewerbe Bayern 115.329 Männer und Frauen beschäftigt (6/2008: 117.973 Personen).
Ausbildung Handel / Handwerk
Spürbar rückläufig ist die Entwicklung bei den Ausbildungsberufen unserer Branche: Im Freistaat sind 2009/2010 im Bereich der technischen Berufe 13.123 Jungen und Mädchen in der Ausbildung, im Beruf des Automobilkaufmanns/frau 1.631.
Nimmt man die weiteren kaufmännischen Ausbildungsberufe in den Autohäusern hinzu, kommen wir erneut auf über 16.000 Ausbildungsplätze in Bayern. Trotz dieses leichten Rückgangs bieten unsere Betriebe damit erneut eine hervorragende Ausbildungsquote. Wieder zeigt sich unsere mittelständisch geprägte Branche als zuverlässiger Partner in Sachen Ausbildung!
Bewerbereignungstest & IHM-Stand Berufe rund ums Auto
Aber auch unsere Branche muss erkennen, dass es immer schwieriger wird, geeignete Bewerber für die Ausbildungsplätze zu gewinnen und oftmals Ausbildungsplätze nicht mehr mit geeigneten Bewerbern besetzt werden können.
Wir gehen deshalb bewusst mit unserem bayernweiten Bewerbereignungstest und unserem IHM-Stand „Berufe rund ums Auto“ Wege der direkten Ansprache der Jugendlichen. Sie sollen die Möglichkeiten aufgezeigt bekommen, die sich ihnen in unserer Branche bieten!
Kraftfahrzeuggewerbe Bayern
Der Verband des Kraftfahrzeuggewerbes Bayern e.V.
Landesinnungsverband des Kraftfahrzeugtechnikerhandwerks
Das Kraftfahrzeuggewerbe Bayern ist der Zusammenschluss der sieben bayerischen Kraftfahrzeuginnungen. Von den rund 10.000 Kfz-Betrieben sind über 7.200 Mitglied in einer der sieben Innungen. Diese freiwillige Mitgliedschaft zeigt die hohe Akzeptanz und Anerkennung der Arbeit unserer Kfz-Innungen. Sie ist zugleich Ausdruck der Wertschätzung der Innungsarbeit, die in vielen Innungen nun schon 75 und mehr Jahre geleistet wird. Die Innungsarbeit dient dabei den Betrieben wie unseren Kunden. Erinnert sei hier an die Arbeit der Schiedsstellen, die 2010 ihr 40-jähriges Bestehen feiern können!
Dieser starke Branchenauftritt wird zum Beispiel auch deutlich in einer gemeinsamen bayernweiten Radio-Werbung für unser Meisterbetriebe, die wir erstmals im März 2008 durchgeführt haben und aktuell am nächsten Montag wieder im Freistaat in den Regionalsendern für drei Wochen platziert haben.
Schlussbemerkung
Das Kraftfahrzeuggewerbe Bayern hat ein aufregendes Jahr 2009 hinter sich und geht mit Realismus in das laufende Jahr. Wir werden im Handel und im Service Akzente setzen und für ordentliche Rahmenbedingungen in der Branche weiter kämpfen. Unsere Kunden können sich dabei darauf verlassen: Ihr Kfz-Meisterbetrieb vor Ort wird sie fachmännisch beraten. Wir sorgen auch 2010 unter dem Motto „klasse Autos – bester Service – fairer Preis“ für Mobilität in Bayern!












