
Tankstellenstag 2010
Bei schönstem Sommerwetter trafen sich die Teilnehmer des Tankstellentages 2010 am Flughafen München. Nach einer Besichtigung des Vorfeldes des Flughafens München informierte man sich im Tanklager des Flughafens über die Arbeit dieser "großen Tankstelle".
Die Fachforen fanden anschließend im Airport Hotel Kempinski statt.
Einen ausführlichen Bericht über die Vernastaltung finden Sie hier.
Bilderreigen zum Tankstellentag 2010
Besuch des Flughafens München
Nach der Vorfeldbesichtigung des Flughafen München informieren sich die Teilnehmer des Tankstellentages 2010 im Tanklager des Flughafens über die Arbeit dieser "großen Tankstelle"
Referent RS Robert Glocker
berichtet über aktuelle Gerichtsurteile rund um die Tankstelle und Waschstraßen
Fachvorträge auf dem Tankstellentag 2010
Waschstraßen & Sachschäden an Fahrzeugen
Dr.-Ing. Dieter Wanders, vereidigter Sachverständiger
Neue Urteile im Tankstellenwesen, insbesondere zu Waschstraßen
RA Robert Glocker, Rechtsanwälte G. Haug & Partner
Der Korridor, in dem sich die Rechtsprechung zu Schäden in den Waschanlagen bewegt, wird letztlich immer bestimmt durch eine Abwägung zwischen den Sorgfaltspflichten des Waschanlagenbetreibers einerseits und dem eigenverantwortlichen Verhalten des Benutzers andererseits.
Der Waschanlagenbetreiber genügt seinen Sorgfaltspflichten, wenn er die Anlage so organisiert, betreibt, wartet und kontrolliert, wie dies nach dem Stand der Technik möglich und zumutbar ist. Konkret bedeutet dies insbesondere eine qualifizierte Schulung und Überwachung des Personals, die deutliche Ausschilderung klar formulierter Hinweise für die Benutzung und die regelmäßige Wartung der Anlage mit entsprechender Dokumentation.
Ist das Geschäftsmodell des Tankstellenpächters noch zeitgemäß?
Günter Friedl, Vorsitzender des Tankstellengewerbes Bayern
Manchmal wünsche ich mir eine Zeitmaschine. Nein, nicht für Zukunft, sondern um die Erinnerung an die Vergangenheit lebendig zu halten. Denken wir doch nur mal 20 Jahre zurück: Kreditkartenzahlungen an Tankstellen wurden (mit Ausnahme von Jet) gerade flächendeckend eingeführt. Die Shops entwickeln sich gerade. Gleich im Eingangsbereich finden sich mehrere Meter Regalfläche mit Motoröl, Getriebeöl, Wischerblätter, auch Unterbrecherkontakte (für die jüngeren: so etwas brauchten früher die Zündanlagen der Autos) waren zu finden. Und wenn der Nachbar eine Zündkerze für seinen Rasenmäher benötigte, so hatten wir eine selbige auch noch im Doppelpack Blisterverpackt an der Wand hängen.
Leerstände gab es so gut wie nie. Größere Bauvorhaben wurden in kurzer Zeit realisiert und durchgezogen. Die Mitarbeiter der Mineralölgesellschaften wurden üppig entlohnt und als Highlight gab es mindestens einmal im Jahr (meist aber öfter) ein tolles Partnertreffen mit nützlichen Informationen.
Die großen Mineralölgesellschaften hatten alle in Deutschland noch eine Zentrale, meist in Hamburg und meistens ein schönes großes Haus, mit deutschsprachigem Personal und dementsprechend kurzen Entscheidungswegen. Aber was das beste daran ist: Alle in dieser Branche haben gutes Geld verdient. Jahreseinkommen von ca. 100.000 DM waren die Regel, nicht die Ausnahme (wohlgemerkt: vor 20 Jahren!). Aber jetzt kommts: Auch die Mineralölgesellschaften haben gut verdient, konnten sich gute Mitarbeiter leisten und haben üppige Sozialleistungen gewährt.
Kurzum und frei nach Ludwig Thoma: Es war die gute alte Zeit.
Dann kamen jedoch junge und dynamische Manager. Sie versprachen die Aktionären „Instant Cash“ (kein Witz!) und „increasing Shareholder Value“. Neue Systeme wurden „ge-pushed“ und „out-ge-rolled“. Um es kurz zu machen: Diese Manager haben ein für alle Beteiligten gut funktionierendes, hochprofitables System ohne Not zerstört!
Das ist die bittere Tatsache. Genauso ist es aber auch Tatsache, dass es jetzt nur noch bergauf gehen kann. Die derzeitigen Pächtereinkommen sind de facto nicht mehr kürzbar.






