Helfer in eisiger Not

Bei mechanischen Schlössern hilft Türschloss-Enteiser. Foto:ProMotor

[29.11.2018] Wenn das Auto mal wieder morgens bei Eis und Schnee zugefroren ist, gibt es coole Helfer, die freie Sicht und Bahn schaffen.

Handfeger, Klappspaten, Handschuhe: Vorsicht, Dachlawine! Wer sein Auto nicht komplett vom Autodach bis zum Kennzeichen vom Schnee befreit, riskiert ein Bußgeld, vor allem aber die Verkehrssicherheit.

Die weiße Pracht verschwindet mit Handfeger und Handschuhen gegen klamme Finger schonend vom Lack. Für SUVs und Vans eignen sich Besen mit Teleskopstiel, die platzsparend im Kofferraum verschwinden. Im Tiefschnee versunkene Räder werden mit dem Klappspaten freigegraben.

Enteiserspray, Folie, Antibeschlagtuch. Sprays bringen das Eis auf den Scheiben zum Schmelzen. Einfach, schnell und schonend zum Glas. Die scharfen Eiskratzer sollten zweite Wahl sein.

Dabei reicht es nicht, nur ein Guckloch frei zu machen. Auch hier drohen Verwarnungsgeld und Unfälle aufgrund schlechter Sicht. Die Mühe kann man sich aber auch sparen und abends die altbewährte Folie auf die Frontscheibe legen.

Die Scheiben außen sind frei, da trübt auf den ersten Kilometern Beschlag von innen die Sicht.  Dagegen helfen Antibeschlagtücher oder spezielle Schwämme.

Scheibenfrostschutz. Es schneit, es spritzt, es nieselt. In keiner anderen Jahreszeit arbeiten die Scheibenwischer so hart wie im Winter. Ein Kanister mit Scheibenfrostschutz, der mindestens minus 25 Grad Celsius aushält, sollte auf längeren Strecken zur Dauerausstattung gehören.

Starthilfekabel. Die ADAC-Pannenstatistik offenbart es Jahr für Jahr: Hauptursache für das Liegenbleiben sind streikende Batterien. Starthilfekabel bringen Gestrandete schnell wieder in die Spur. Vorausgesetzt, ein Helferauto ist zur Stelle und man weiß, wie es geht. Also die Kurzanleitung im Handschuhfach deponieren.

Türöffner: Die meisten Autos werden heute mit einem Funkschlüssel geöffnet und verschlossen. Also alles gut? Falsch! Denn auch die Schlüssel-Batterien machen bei eisiger Kälte mal schlapp. Eine Ersatzbatterie ist im Winter die Rettung, gefrorene mechanische Schlösser öffnet der Türschloss-Enteiser.

Schneeketten. Sie sind beim entsprechenden Verkehrszeichen vorgeschrieben (weißes Rad mit Schneekette auf blauem Grund), helfen aber vor allem in den Bergen auf Schnee und Eis weiter. Wer zuhause das Anlegen schon mal übt,  erspart sich in klirrender Kälte Zeit und Nerven. Und nicht vergessen: Mit Kette ist bei Tempo 50 Schluss.

Decken: Eine Panne kann jeden mal erwischen, und im Stau zu stehen kommt auf Urlaubsfahrten schon mal vor. Gut, wer da in wärmende Decken gehüllt auf die Retter oder die Weiterfahrt wartet. Das ist auch allemal umweltverträglicher und ökonomischer, als den Motor laufen zu lassen.

Letzte Änderung: 29.11.2018Webcode: 0122465