Achtung, Pollenalarm!

Innenraumfilter halten Pollen, Bakterien und Schadstoffe aus dem Wageninneren fern. Foto: ProMotor

[03.04.2018] Wann fliegt was? Pollenallergiker können nicht früh genug mit der Vorbereitung auf die Saison beginnen.

Kreuze stehen im Pollenkalender bis Oktober. Monate, die den Betroffenen arg zu schaffen machen: Niesattacken, schniefende Nase, Juckreiz und tränende Augen beeinträchtigen den Alltag und damit auch die Fahrt im Auto. Das kann gefährlich werden.

"Weil Allergiker während des Niesens für Sekunden im Blindflug oder vielleicht unter Medikamenten-Einfluss unterwegs sind, steigt das Unfallrisiko", sagt Ulrich Köster vom ZDK.
Er gibt Tipps, wie die Pollen im Auto in Schach gehalten werden können.

Fenster schließen, Auto säubern. So bleiben die kleinen lästigen Flieger draußen. Mäntel und Jacken am besten im Kofferraum deponieren. Zu jeder Wagenwäsche gehört jetzt das Saugen von Polstern, Teppichen und Ablagen.

Sicherheitsabstand erhöhen. Augen zu und durch hilft bei einer Niesattacke nicht. Schon mit Tempo 100 legen Autofahrer laut ADAC in einer Sekunde gefährliche 27 Meter im Blindflug zurück.

Vor allem auf Autobahnen und Landstraßen sollte deshalb der Sicherheitsabstand vergrößert werden – mindestens jedoch der Regel "Abstand gleich halber Tacho" entsprechen. Bei Tempo 120 wären das 60 Meter.

Filter einbauen oder tauschen. Und das schon vor der Saison. Partikelfilter halten neben Pollen auch Feinstaub, Bakterien und Pilze aus dem Innenraum fern.

Noch effektiver arbeiten Aktivkohlefilter, deren zusätzliche Lage hochporöser Aktivkohle gasförmige Schadstoffe abfangen. Beide Systeme, die nebenbei auch Heizungs- und Klimaanlagen vor Verschmutzungen schützen, lassen sich problemlos nachrüsten.

Ulrich Köster rät, die Innenraumfilter mindestens einmal im Jahr vor der Pollensaison, spätestens aber dann, wenn sich üble Gerüche breitmachen und die Scheiben beschlagen, zu tauschen.

Sonnenbrille aufsetzen. Die Gläser halten Pollen nicht nur von den Augen fern, sondern schützen auch die ohnehin lichtempfindliche Schleimhaut.

Medikamente abends nehmen. Gegen Heuschnupfen gibt es Arznei. Die allerdings macht oft schläfrig und senkt das Reaktionsvermögen. Arzt, Apotheker und der Beipackzettel klären über die Nebenwirkungen auf.

Denn im Schadenfall zahlt zwar die Haftpflichtversicherung, der Kaskoschutz könnte allerdings gefährdet werden. Medikamente sollten wenn möglich abends eingenommen werden. Noch besser: Das Auto bleibt stehen.

Informationen einholen. Welche Pollen tagesaktuell unterwegs sind, darüber hält der Deutsche Wetterdienst auf dem Laufenden. Der Deutsche Allergie- und Asthmabund informiert über Allergieformen und im Kalender über Pollenflüge.

Letzte Änderung: 03.04.2018Webcode: 0119074